Über mich

Geburtsname: Susanne Klabunde
Alter Ego: Susanna von Greifenwald

Vor Ewigkeiten aufgewachsen in der schönen Hansestadt Greifswald – wo der Legende nach vor der Ansiedlung durch Menschen ein finsterer Wald wucherte, in dem kinderfressende Greifen ihr Unwesen trieben – und mittlerweile im beschaulichen Fachwerkstädtchen Höxter ansässig, wo zwei schwarze Katzen und diverse yet-to-read-Bücherstapel ihren wertvollen Beitrag zu meiner Behaglichkeit leisten.

Ich wünschte, an dieser Stelle könnte ich eine kurze grundsolide und geradlinige Vita anbringen, wie etwa „Schon von kleinauf habe ich immer gerne gezeichnet und gemalt und darum konsequenterweise aus dieser Leidenschaft meinen Beruf gemacht, den ich nun seit bereits hundertdrölfzig Jahren durchgängig ausübe Punkt.“ Das würde uns allen sehr viel Zeit sparen.

Aber das Leben geht nun einmal nicht immer gerade Wege. Ja, stimmt: als Kind habe ich in der Tat gerne gezeichnet und gemalt. Doch gleichzeitig war dies immer begleitet von dem Glaubenssatz, dass aus mir nie eine „echte“ Künstlerin werden würde. Aus Gründen. „Brotlose Kunst“ war ein geflügeltes Wort bei uns. Tja, was soll ich sagen. Tatsächlich ist aus mir dann auch nie eine echte Künstlerin geworden. Surprise, surprise. Ich war immer der Überzeugung, ich müsse einen „richtigen“ Beruf lernen, einen der etwas darstellt und nicht so lächerlich romantisch daherkommt wie „Künstlerin“.

Ohne auf die jahrzehntelangen Um- und Irrwege meiner beruflichen Laufbahn näher einzugehen sei hiermit offiziell verkündet, dass Freischaffende Künstlerin aber nun mal mein Traumberuf ist und auch schon immer war. Hätte, hätte… ich doch nur auf meine kindliche Intuition gehört… Fahrradkette usw. usf. Das wunderschöne am Künstlerdasein ist jedoch, dass man es wirklich in jedem Alter starten kann. Und da steh‘ ich nun und kann nicht anders, Autodidaktin, die ich bin.

Wie arbeite ich?

Zeichenstift, Pinsel und graphic pen sind meine bevorzugten Ausdrucksmittel. Zudem habe ich mittlerweile eine ungelogen meterlange Liste von Ideen, Skizzen und Entwürfen, die alle der Umsetzung auf Papier, Leinwand und digitaler Zeichenfläche harren.

Zusätzlich erfreue ich mich schon immer an Basteleien aller Art, und DIY betreibe ich schon so lange, da kannte man den Ausdruck hier noch gar nicht. Insofern habe ich auch u.a. Holzarbeiten, Book Nooks, Kalligraphie, Raumgestaltung (ich liebe vorher-nachher-Fotos!), T-Shirt-Design, Buchbinderei etc. auf meiner – ebenfalls meterlangen – Bucketlist.

Womit soll man da bloß anfangen, wenn man gefühlt eine Million toller Projekte zur Auswahl hat? Es ist kompliziert! ^^

Meine Inspiration

Eine große Quelle der Inspiration ist auch für mich die Natur, gefolgt von Literatur jeder Art, bevorzugt Fantasy, Science Fiction und Biografien bedeutender Frauen. Nicht selten durchzuckt mich in den unpassendsten Momenten eine Idee, die ich meistens direkt in meine Liste eintrage, um sie nicht zu vergessen.

Aber auch fellow artists aus diesem und früheren Jahrhunderten. Menschen, die ich bewundere, denen ich nacheifere und/oder deren besonderen Eigenschaften ich mich verbunden fühle.

Leonardo da Vinci
Innovativ, vielseitig, feinsinnig, Universalgenie, neugierig, heute würde man sagen: eine Scanner-Persönlichkeit. Gerade dass er sein Leben lang zweifelnd und suchend war (naja, und ständig von der Arbeit und Aufträgen abgelenkt durch viel interessantere Dinge, hüstel), ist etwas, womit ich mich sehr identifizieren kann. Die Qual der Wahl aus so unendlich vielen betrachtens- und erstrebenswerten Künsten ist wörtlich zu nehmen – in einem Leben ist unmöglich alles zu schaffen und zu erreichen, das man schaffen und erreichen könnte, selbst wenn man sich auf nur eine einzige Kunst oder ein einziges Kunsthandwerk konzentrieren und dieses bis zur Perfektion treiben möchte. Geschweige denn, wenn es zig hunderte Möglichkeiten gibt, aus denen man wählen kann! Wohl wissend, dass der gigantische Rest zwangsläufig ungetan und ungelernt bleiben muss. Ein ewiges Dilemma, das schwer auszuhalten ist.
Eine ganz wunderbar eindrückliche und lebendige Biografie über Leonardo daVinci ist der gleichnamige Roman von Dimitri Mereschkowski. Das Lesen lohnt sich!

Andrew Tischler
Contemporary Art. Großartige realistische Landschaftsgemälde, Porträts, Tiere, Stillleben. Er hat das beneidenswerte Talent, aus einer eher langweiligen Fotovorlage das Beste herausholen zu können, die innewohnende (noch) unscheinbare Besonderheit als prominentes Bildelement herauszuarbeiten. Seine gemalten Objekte sehen oft realistischer aus als die echten. Unfassbar gute Bleistiftzeichnungen, die zum Teil aussehen wie Schwarzweißfotos! Initiator der #sketchendeavour challenge, die mich dazu gebracht hat, Skizzen detaillierter als je auszuarbeiten. Die Grundlage für diese Herausforderung ist die alte Weisheit, dass es zehntausend Stunden der Praxis bedarf, um eine(!) Sache gut zu beherrschen. Und hier greift dann wieder die Qual der Wahl, wir hatten das Thema soeben…
>>> Andrew Tischler auf YouTube

Carl Spitzweg
Ich mochte seine verschmitzten, verschrobenen, kauzigen, absonderlichen und drolligen Figuren inmitten meisterhaft ausgeführter Szenerien und Landschaften schon immer, aber richtig geflasht hat mich die Tatsache, dass er im Prinzip mein ideales Künstlerdasein geführt hat: Da finanziell unabhängig, konnte er es sich leisten, zu malen, was ihm beliebte. Er brauchte keine Aufträge, denn er war auf keinen Kunden angewiesen. Er konnte genau das ausdrücken, was er wollte. Und genau diese ihm völlig eigene Ausdrucksweise brachte ihm den Erfolg ein, den er letztendlich hatte, denn er verkaufte seine freien Arbeiten sehr gut. Er war er selbst und eben dadurch erfolgreich. Was gibt es Besseres für einen Künstler? 🙂

Yelena Bryksenkova
Illustration im „naiven“ Stil. Ihr folge ich schon seit mehreren Jahren und habe auch bereits zehn oder elf Drucke von ihr an der Wand hängen. Sie arbeitet auf sehr kleinen Formaten und darum passen so viele dorthin. Es ist immer noch Platz für einen mehr 🙂
Sie malt meistens weibliche Figuren, die in sich versunken sind. Die lesen, Pflanzen eintopfen, tanzen, nachdenken… ich mag einfach sehr den melancholischen Ausdruck ihrer Bilder, die dennoch eine sehr friedliche und irgendwie von der Welt abgekapselte Atmosphäre zeigen. Schwer zu beschreiben. Ich mag sie einfach 🙂
>>>Yelena Bryksenkova auf Instagram

To be continued…